Sink The Ship: „Durch die Musik bin ich in der Lage, meine Geschichte zu erzählen und zu verarbeiten.“

Hardcore, Pop, Easycore – was auch immer Sink The Ship auf ihrem Debütalbum „Persevere“ (27.04., Nuclear Blast) auch machen, sie machen es druck- und wirkungsvoll! Im Interview erzählt Sänger Colton Ulery warum sie sechs Jahre gebraucht haben, um ihren ersten Longplayer zu veröffentlichen und was ihm beim Texteschreiben am meisten inspiriert und beeinflusst.

Wie bist du mit der Musik in Berührung gekommen, die du mit Sink The Ship nun selber machst?

Ich glaube das kam ganz natürlich über die Jahre und durch alle Musiker und Bands, die ich in der Zeit gehört habe. Angefangen hat alles etwa 2002 – dann begann ich, meine Aufmerksamkeit auf die für die Musikszene wichtigen Bands zu lenken.

Weißt du noch, welches das erste Album war, das du dir selber gekauft hast?

Das erste, für das ich mein eigenes Geld ausgegeben habe, war „Let It Enfold You“ von Senses Fail.

Kannst du dich noch an dein erstes Konzert erinnern?

Wenn man die lokalen Shows nicht mitzählt, war auch das wieder Senses Fail (lacht).

Lass mich kurz zusammenfassen: Ich habt Sink The Ship 2012 gegründet, eure EP „Reflections“ 2014 veröffentlicht und euer Debütalbum „Persevere“ jetzt im April.  Warum hat es denn sechs Jahre bis zum Release des ersten Albums gedauert?

Die meisten Leute wissen es tatsächlich nicht, aber wir haben 2016 auch noch unsere EP „From The Bottom“ herausgebracht. Weil manche der Songs aber nun auch Teil von „Persevere“ geworden sind, ist sie online nirgends zu finden.

„Durch die Musik bin ich in der Lage, meine Geschichte zu erzählen und zu verarbeiten.“

Sind auch Songs darunter, die ihr schon lange Zeit live gespielt habt und die deswegen auf das Album mussten? Weil sie nicht nur für euch, sondern auch für euer Publikum wichtig geworden sind?

Die Leute sollen etwas mit den Songs verbinden können – das war uns besonders wichtig. Wir haben die Tracks so ausgewählt, wie wir einschätzen konnten, dass nicht nur wir sie mögen, sondern auch die Hörer.

Ich habe gelesen, das „Persevere“ sei für Menschen gemacht, die durch eine schlimme Zeit gehen. Ging es euch beim Schreiben ähnlich?

Definitiv! Ich leide leider unter Unsicherheit und Depressionen. Durch die Musik bin ich aber dazu in der Lage, meine Geschichte zu erzählen und zu verarbeiten.

Bert Ponc ist als Gastsänger bei „Domestic Dispute“ dabei und Levi Benton bei „Everything“ – haben die beiden ihre Parts selber geschrieben?

Nein, das war ich. Ich wusste dabei allerdings noch nicht, welche Teile wir letzten Endes für die Features aussuchen würden – ich habe also alles so gemacht, wie ich es auch getan hätte, wenn ich den gesamten Song singen würde.

Zu welchem Zeitpunkt entscheidest du, ob du Textpassagen singst oder schreist?

Während wir an den Gitarren arbeiten. Manchmal ändern wir es noch, aber meistens weiß ich das bereits, bevor ich überhaupt die Lyrics geschrieben habe.

Stell dir vor, im Zuge einer Tour strandest du wie Tom Hanks in „Cast Away“ auf einer einsamen Insel. Du hast allerdings keinen „Wilson“ dabei, sondern nur ein Album – welches wäre das?

„Homesick“ von A Day To Remember. Es ist ein zeitloser Klassiker!

Foto: Josh Emerick

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